German (scroll down for English): Die Studie untersucht, wie junge Erwachsene im Zuge medienvermittelter Erfahrungen Orientierungen zur EU entwickeln. Indem sie einen ganzheitlichen Ansatz wählt, der den Prinzipien qualitativer... more
German (scroll down for English): Die Studie untersucht, wie junge Erwachsene im Zuge medienvermittelter Erfahrungen Orientierungen zur EU entwickeln. Indem sie einen ganzheitlichen Ansatz wählt, der den Prinzipien qualitativer Sozialforschung folgt, auf der methodischen Ebene jedoch qualitative Interviews mit einer quantitati-ven Online-Umfrage kombiniert, gelingt es ihr, ein vielschichtiges Bild der Orientierungen junger Er-wachsener zur EU zu zeichnen und den Beitrag medialer Erfahrungen in Relation zu interpersonellen, direkten und formalen Lernerfahrungen zu rekonstruieren. Durch die Identifikation typischer Orientierungsmuster und Erfahrungsrepertoires erlaubt sie eine differenzierte Betrachtung unter-schiedlicher Gruppen. Indem die Ergebnisse der Studie abschließend zu einem Gesamtbild integriert werden, lässt sich ein evidenzbasiertes Modell erfahrungsbasierter Orientierungsbildung zur EU ent-wickeln, das die subjektiven Erfahrungen junger Menschen in ihrem Wechselspiel mit Orientierungen in den Mittelpunkt stellt.
Englisch: This study analyses how young adults develop orientations towards the EU in the course of mediated experiences. On the methodological level it follows an approach in the tradition of qualitative social science. On the level of concrete methods it combines qualitative interviews with a quantitative online-survey. In doing so it is able to offer comprehensive insights in how young adults think and feel about the EU and how mediated experiences contribute to this in comparison to educational experiences, personal discussions and direct contacts with the EU. As different patterns of orientations as well as typical repertoires of EU-related experiences are identified the study allows a differentiated view on various groups. In a last step the results are integrated into an evidence-based theoretical model that explains the development of orientations towards the EU in the course of daily experiences.
Englisch: This study analyses how young adults develop orientations towards the EU in the course of mediated experiences. On the methodological level it follows an approach in the tradition of qualitative social science. On the level of concrete methods it combines qualitative interviews with a quantitative online-survey. In doing so it is able to offer comprehensive insights in how young adults think and feel about the EU and how mediated experiences contribute to this in comparison to educational experiences, personal discussions and direct contacts with the EU. As different patterns of orientations as well as typical repertoires of EU-related experiences are identified the study allows a differentiated view on various groups. In a last step the results are integrated into an evidence-based theoretical model that explains the development of orientations towards the EU in the course of daily experiences.
Research Interests: European Studies, Communication, Media Studies, Reception Studies, Public Opinion, and 19 morePolitical Participation, European integration, Youth Studies, Audience Studies, Mass Communication, Media effects, Public and Political Communication, Audience and Reception Studies, Media psychology, Political communication, European Union, Political Attitudes, Youth Political Participation, Mass media, Youth, Political Orientation, Audience Research, Media Impact and Effects and Usages, and Political Communication and Public Opinion
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes (herausgegeben von Wijnen, Trültzsch und Ortner) präsentieren zum einen kommunikationswissenschaftliche Positionierungen sowie theoretische Auseinandersetzungen mit medien- und... more
Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes (herausgegeben von Wijnen, Trültzsch und Ortner) präsentieren zum einen kommunikationswissenschaftliche Positionierungen sowie theoretische Auseinandersetzungen mit medien- und kommunikationswissenschaftlichen Fragestellungen. Zum anderen zeigen sie die Perspektiven kommunikationswissenschaftlicher Forschung im Kontext von Interdisziplinarität und Internationalität auf oder leuchten die kommunikationswissenschaftliche Forschung aus der Perspektive anderer Disziplinen aus. Auch die bereits existierende und potentiell wechselseitige Bereicherung der‚ Disziplinen‘ wird hier diskutiert. Im abschließenden Teil werden die Relevanz von beziehungsweise die Schlussfolgerungen aus interdisziplinär und international angelegter kommunikationswissenschaftlicher Forschung für die Gesellschaft in den Mittelpunkt gestellt.
Research Interests:
Christina Ortner hat untersucht, welche Spuren Migranten in Tatort-Folgen hinterlassen. Dabei erstaunt nicht nur die seit 1991 deutlich steigende Quantität, sondern vor allem die Vielfalt der angesprochenen Aspekte und die sehr... more
Christina Ortner hat untersucht, welche Spuren Migranten in Tatort-Folgen hinterlassen. Dabei erstaunt nicht nur die seit 1991 deutlich steigende Quantität, sondern vor allem die Vielfalt der angesprochenen Aspekte und die sehr unterschiedliche Herangehensweise an die Problematik. Sie bietet die Möglichkeit, den Integrationsprozess insgesamt zu befördern.
Eigentlich will Bengi sich nur um ihre kleine Schwester kümmern. Illegal kehrt die ausgewiesene Türkin deshalb nach Deutschland zurück. Zufällig erwischt sie jedoch einen Mörder auf frischer Tat. Als die Polizeifahnder im Trüben fischen, hilft ihnen die Illegale und muss zum Dank endgültig das Land verlassen…Menschen, Schicksale, Missstände: im Tatort der ARD werden sie wie in der Episode „In der Falle“ immer wieder aufgegriffen. Auch Migranten und ihre Lebenssituation spielen zunehmend eine Rolle in fiktionalen TV-Formaten. Schließlich leben mehr als sieben Millionen Menschen ohne deutschen Pass in Deutschland. Zukünftig werden noch mehr kommen.Da gerade Kriminalfilme möglichst realitätsnah an der Gegenwart und der Alltagssituation der Zuschauer bleiben wollen, wird in ihnen Migration mit all ihren Facetten vermehrt aufgegriffen. Damit spiegeln die Programme ebenso das Bild der Gesellschaft, wie sie andererseits Meinungsbilder prägen. Flaggschiff der Kriminalreihen ist der Tatort, den sonntags oft 10 Millionen Menschen sehen.
Eigentlich will Bengi sich nur um ihre kleine Schwester kümmern. Illegal kehrt die ausgewiesene Türkin deshalb nach Deutschland zurück. Zufällig erwischt sie jedoch einen Mörder auf frischer Tat. Als die Polizeifahnder im Trüben fischen, hilft ihnen die Illegale und muss zum Dank endgültig das Land verlassen…Menschen, Schicksale, Missstände: im Tatort der ARD werden sie wie in der Episode „In der Falle“ immer wieder aufgegriffen. Auch Migranten und ihre Lebenssituation spielen zunehmend eine Rolle in fiktionalen TV-Formaten. Schließlich leben mehr als sieben Millionen Menschen ohne deutschen Pass in Deutschland. Zukünftig werden noch mehr kommen.Da gerade Kriminalfilme möglichst realitätsnah an der Gegenwart und der Alltagssituation der Zuschauer bleiben wollen, wird in ihnen Migration mit all ihren Facetten vermehrt aufgegriffen. Damit spiegeln die Programme ebenso das Bild der Gesellschaft, wie sie andererseits Meinungsbilder prägen. Flaggschiff der Kriminalreihen ist der Tatort, den sonntags oft 10 Millionen Menschen sehen.
Research Interests:
Diese Studie von Ingrid Paus-Hasebrink unter Mitarbeit von Eva Hammerer und Christina Ortner wurde von der RTR-GmbH in Auftrag gegeben. im Mittelpunkt der qualitativen Studie steht die Rolle der Rezipienten bei der Implementierung von... more
Diese Studie von Ingrid Paus-Hasebrink unter Mitarbeit von Eva Hammerer und Christina Ortner wurde von der RTR-GmbH in Auftrag gegeben. im Mittelpunkt der qualitativen Studie steht die Rolle der
Rezipienten bei der Implementierung von DVB-T in Österreich. Vor demHintergrund von internationalen Erfahrungen werden ihre Kenntnisse, Einstellungen und Interessen betrachtet, um Aussagen über zukünftige
Umgangsweisen mit den neuen Angeboten des digitalen Fernsehens abzuleiten. In vier Teilen beleuchtet die Studie unter Einsatz unterschiedlicher Methoden den Untersuchungsgegenstand möglichst vielseitig.
Rezipienten bei der Implementierung von DVB-T in Österreich. Vor demHintergrund von internationalen Erfahrungen werden ihre Kenntnisse, Einstellungen und Interessen betrachtet, um Aussagen über zukünftige
Umgangsweisen mit den neuen Angeboten des digitalen Fernsehens abzuleiten. In vier Teilen beleuchtet die Studie unter Einsatz unterschiedlicher Methoden den Untersuchungsgegenstand möglichst vielseitig.
Research Interests:
Drawing on qualitative data from a mixed-method study, this paper analyses 30 cases to find out, how and why young adults in Austria engage in media coverage on the EU. The analyses shows that young people react quite differently to media... more
Drawing on qualitative data from a mixed-method study, this paper analyses 30 cases to find out, how and why young adults in Austria engage in media coverage on the EU. The analyses shows that young people react quite differently to media reports on this topic. While some pay attention, actively search for information and intensively deal with EU content (cognitive engagement), others do not follow European affairs but react emotional when they come across it (affective engagement). The third group is characterised by a very low overall level of engagement. Both, intensity and form of engagement depend on young people's satisfaction with EU media coverage, their general relation to information media, politics and the EU and their willingness to make efforts. Finally, the data suggest that political cynicism does not necessarily lead to disengagement, but rather to a more emotional and less constructive form of engagement.
Research Interests:
German (scroll down for English): Unter Berücksichtigung der Bedingungen für Integration und der Merkmale fiktionaler Fernsehinhalte fragt der Beitrag nach Möglichkeiten von Serien und Filmen, positiv auf den Integrationsprozess zu... more
German (scroll down for English): Unter Berücksichtigung der Bedingungen für Integration und der Merkmale fiktionaler Fernsehinhalte fragt der Beitrag nach Möglichkeiten von Serien und Filmen, positiv auf den Integrationsprozess zu wirken. Vor diesem Hintergrund wird mit Hilfe eines Überblicks über sämtliche Tatort-Folgen zum Thema Migration sowie durch qualitative Inhaltsanalysen ausgewählter Episoden die Thematisierung von Migration in der Krimireihe Tatort beleuchtet.
Dabei lässt sich feststellen, dass Einwanderung insbesondere seit Ende der 80er Jahre erhebliche Bedeutung zukommt. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Sendeanstalten WDR, NDR und BR. Die fünf analysierten Tatort-Filme beleuchten das Thema Migration vielseitig, distanzieren sich deutlich von Ausländerfeindlichkeit und zeigen Beispiele für konfliktfreies Zusammenlebens auf. Vereinzelt werden auch Kriterien für gesellschaftliche Zugehörigkeit hinterfragt. Obwohl Migrantenfiguren durchweg eher positive Eigenschaften aufweisen, werden stereotype Vorstellungen zum Teil bestärkt; darüber hinaus dominieren die deutschen Figuren maßgeblich die Erzählperspektive.
English: Considering the conditions for integration as well as the characteristics of fictional television contents this article asks for potentials of films and series to take a positive effect on the integration process. Against this background the representation of migration in the serial Tatort is explored by means of an overview of all Tatort productions on this topic and a qualitative content analyse of selected episodes.
The results show that migration is of big importance for Tatort, especially since the end of the 80s. Thereby the broadcasting stations WDR, NDR and BR play a prominent role. The five selected Tatort films illustrate the topic multifarious, criticise xenophobic attitudes and behaviour and present examples for amicable ways of interacting with each other. Criteria for national and social affiliation are questioned in two films. Although migrants are mostly characterised in a positive manner, they still assure stereotype images to some extent; moreover German characters dominate the perspective of the films.
Dabei lässt sich feststellen, dass Einwanderung insbesondere seit Ende der 80er Jahre erhebliche Bedeutung zukommt. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Sendeanstalten WDR, NDR und BR. Die fünf analysierten Tatort-Filme beleuchten das Thema Migration vielseitig, distanzieren sich deutlich von Ausländerfeindlichkeit und zeigen Beispiele für konfliktfreies Zusammenlebens auf. Vereinzelt werden auch Kriterien für gesellschaftliche Zugehörigkeit hinterfragt. Obwohl Migrantenfiguren durchweg eher positive Eigenschaften aufweisen, werden stereotype Vorstellungen zum Teil bestärkt; darüber hinaus dominieren die deutschen Figuren maßgeblich die Erzählperspektive.
English: Considering the conditions for integration as well as the characteristics of fictional television contents this article asks for potentials of films and series to take a positive effect on the integration process. Against this background the representation of migration in the serial Tatort is explored by means of an overview of all Tatort productions on this topic and a qualitative content analyse of selected episodes.
The results show that migration is of big importance for Tatort, especially since the end of the 80s. Thereby the broadcasting stations WDR, NDR and BR play a prominent role. The five selected Tatort films illustrate the topic multifarious, criticise xenophobic attitudes and behaviour and present examples for amicable ways of interacting with each other. Criteria for national and social affiliation are questioned in two films. Although migrants are mostly characterised in a positive manner, they still assure stereotype images to some extent; moreover German characters dominate the perspective of the films.
Research Interests:
Mediale Angebote bieten den Menschen symbolisches Material zur Aushandlung von gemeinschaftlich geteilten Bedeutungen sowie zur Entwicklung eigener Sichtweisen und Einstellungen gegenüber Migranten und Migration. Dies gilt nicht nur für... more
Mediale Angebote bieten den Menschen symbolisches Material zur Aushandlung von gemeinschaftlich geteilten Bedeutungen sowie zur Entwicklung eigener Sichtweisen und Einstellungen gegenüber Migranten und Migration. Dies gilt nicht nur für die aktuelle Berichterstattung in Presse und Fernsehen, sondern auch für Unterhaltungsangebote und fiktionale Sendungen. Am Beispiel der Krimireihe Tatort wird im Folgenden gezeigt, wie Serien und Filme die Auseinandersetzung mit Migration fördern und damit zu Integration beitragen können.
Research Interests:
Seit einigen Jahren kommen vermehrt Untersuchungsdesigns zum Einsatz, die qualitative und quantitative Methoden verbinden. Will man das Potenzial dieser Kombination ausschöpfen, so müssen die Daten aus beiden Zugängen im Zuge der... more
Seit einigen Jahren kommen vermehrt Untersuchungsdesigns zum Einsatz, die qualitative und quantitative Methoden verbinden. Will man das Potenzial dieser Kombination ausschöpfen, so müssen die Daten aus beiden Zugängen im Zuge der Auswertung systematisch aufeinander bezogen werden. Die Schwierigkeit besteht dabei darin, dass es sich um empirisches Material unterschiedlicher Natur und Reichweite handelt. Am Beispiel einer triangulativen Studie zur Entwicklung von Haltungen gegenüber der EU wird im Folgenden gezeigt, wie dieses Problem vor dem Hintergrund einer spezifischen Zielsetzung gelöst werden kann. Die vorgestellte Auswertungsstrategie verknüpft interpretative und quantifizierende Analysetechniken unter den Prämissen qualitativer Forschungslogik. Sie liefert aber auch Anregungen für andere Studien, die Daten unterschiedlicher Natur im Prozess der Auswertung miteinander verschränken möchten.
Research Interests:
Tackling the EU’s communication deficit from a citizens’ perspective this chapter deals with difficulties young adults face in making sense of media debates on the EU. By doing in-depth analyses of selected cases, five main problems are... more
Tackling the EU’s communication deficit from a citizens’ perspective this chapter deals with difficulties young adults face in making sense of media debates on the EU. By doing in-depth analyses of selected cases, five main problems are identified, namely inattention, incomprehension, disorientation, manipulability and mistrust. The analysis indicates that they result from a lack of willingness to deal with the EU, a lack of political knowledge, a lack of media literacy and a lack of trust in politics as well as in media reporting.
Research Interests: Political communication, European Union Citizenship, European Union, Political Attitudes, Young People, and 12 moreYoung people´s participation in policy making, European Political Communication, Young Adult, EU communication, European Public Sphere, Politics Young People, European journalism, political communication, EU's communication policy, EU information and communication strategy, EU communications policy, Communicating Eurrope, Definition of Communication, and European Union communication strategy
Diese Einleitung von Sascha Trültzsch, Christine Wijnen und Christina Ortner gibt einen Überblick über die Beiträge der Autorinnen und Autoren dieses Bandes und führt sie vor dem Hintergrund der Arbeit von Ingrid Paus-Hasebrink, der diese... more
Diese Einleitung von Sascha Trültzsch, Christine Wijnen und Christina Ortner gibt einen Überblick über die Beiträge der Autorinnen und Autoren dieses Bandes und führt sie vor dem Hintergrund der Arbeit von Ingrid Paus-Hasebrink, der diese Festschrift gewidmet ist, zusammen.
Research Interests:
Der Beitrag von Ingrid Paus-Hasebrink und Christina Ortner skizziert den Forschungsstand zur Konstruktion von medialen Europabildern bei sozial benachteiligten Menschen und diskutiert eine theoretische Grundlage zur Untersuchung dieses... more
Der Beitrag von Ingrid Paus-Hasebrink und Christina Ortner skizziert den Forschungsstand zur Konstruktion von medialen Europabildern bei sozial benachteiligten Menschen und diskutiert eine theoretische Grundlage zur Untersuchung dieses Forschungsgegenstandes. Einen besonderen Schwerpunkt widmet er dabei Jugendlichen in Europa, die am Rande der Gesellschaft stehen und von dieser als Risikogruppe wahrgenommen werden und fragt nach ihren medialen Konstruktionen von Europa. Da Jugendliche zu der Bevölkerungsgruppe zählen, für die Medien eine große Bedeutung gewinnen, erscheint es von hoher Relevanz, welche Medien Jugendliche und speziell Jugendliche „at risk“ nutzen, ob und in welcher Weise in diesen Medien Europa vorkommt und welche medial vermittelten Bilder sich (diese) Jugendlichen von Europa machen. Vor diesem Hintergrund lassen sich Strategien zur Verbesserung der Partizipation auch sozial benachteiligter Jugendlicher auf EU-Ebene diskutieren.
Research Interests:
Der Beitrag von Christina Ortner, Ingrid Paus-Hasebrink und Alois Pluschkowitz geht der Frage nach, in welcher Weise sich die Rahmenbedingungen für den ORF im Zuge der Digitalisierung der Fernsehübertragung gewandelt haben. Im ersten... more
Der Beitrag von Christina Ortner, Ingrid Paus-Hasebrink und Alois Pluschkowitz geht der Frage nach, in welcher Weise sich die Rahmenbedingungen für den ORF im Zuge der Digitalisierung der Fernsehübertragung gewandelt haben. Im ersten Kapitel wird der Prozess der Digitalisierung seit den Anfängen der digitalen Satellitenübertragung im deutschsprachigen Raum in den 90er Jahren bis hin zur Gegenwart nachgezeichnet. Anschließend werden die wesentlichen Veränderungen der medienpolitischen Vorgaben, die im Rahmen der Digitalisierung beschlossen wurden, hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Situation des ORF diskutiert. Eine zentrale Rolle spielen dabei das Privatfernsehgesetz (2001), die Novelle des ORF-Gesetzes (2001), die Digitalisierungskonzepte (2003, 2005, 2007) und ihre Umsetzung durch die KommAustria. Da der ORF zu großen Teilen werbefinanziert ist, widmet sich ein weiteres Kapitel den Veränderungen der Konkurrenzsituation am Zuschauer- und Werbemarkt. Vor dem Hintergrund der erweiterten Angebote digitalen Plattformen (Terrestrik, Satellit, Kabel und IP TV) und ihrer Verbreitung in der Bevölkerung, werden Veränderungen der Reichweiten, Marktanteile und Werbeeinnahmen des ORF in den Blick genommen.
Research Interests:
This chapter written by Ingrid Paus-Hasebrink and Christina Ortner highlights the relevance of media selection and reception for the way European citizens participate in the public societal discourse on the structure of the European... more
This chapter written by Ingrid Paus-Hasebrink and Christina Ortner highlights the relevance of media selection and reception for the way European citizens participate in the public societal discourse on the structure of the European community, which in its own right lends legitimacy to a democratic system. It focuses more specifically on socially disadvantaged groups in society and the ways they generate their attitudes towards Europe by means of their specific media usage patterns.
Research Interests:
Dieser Beitrag von Christina Ortner und Ingrid Paus-Hasebrink beschäftigt sich mit der Digitalisierung der Fernsehübetragung aus der Sicht der Bevölkerung. Die Umstellung aller drei Fernsehübertragungswege auf die digitale Technik wird... more
Dieser Beitrag von Christina Ortner und Ingrid Paus-Hasebrink beschäftigt sich mit der Digitalisierung der Fernsehübetragung aus der Sicht der Bevölkerung. Die Umstellung aller drei Fernsehübertragungswege auf die digitale Technik wird europa- und weltweit seit einigen Jahren von Politik und Marktteilnehmern zügig vorangetrieben. In Abstimmung mit der Kommunikationspolitik der Europäischen Union wird seit 2001 auch in Österreich intensiv an der Digitalisierung des Fernsehens gearbeitet. Eine wesentliche Rolle für den Erfolg der Digitalisierung kommt der Akzeptanz der Fernsehnutzer zu. Aus diesem Grund wurde 2004/ 2005 an der Universität Salzburg im Auftrag der Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH eine qualitative Studie zur Wahrnehmung von Digital-TV in der österreichischen Bevölkerung durchgeführt. In acht Gruppendiskussionen wurden Kenntnisse, Erwartungen und grundlegende Einstellungen gegenüber digitalem Fernsehen sowie im Hinblick auf neue Dienstleistungen mittels portablem und mobilem sowie interaktivem Fernsehens erhoben. Eine Nachfolgestudie im Jahr 2006 widmete sich noch einmal vertiefend dem Umgang mit interaktiven digitalen Fernsehangeboten.
Research Interests:
As a result of technological change, we are confronted with a growing number of digital media which increasingly permeate all parts of our lives. This mediatization of everyday life (Hepp & Krotz 2014) entered into a new stage when mobile... more
As a result of technological change, we are confronted with a growing number of digital media which increasingly permeate all parts of our lives. This mediatization of everyday life (Hepp & Krotz 2014) entered into a new stage when mobile devices made access to digital services nearly ubiquitous. Especially smartphones as multifunctional devices, which we can easily carry around with us, have changed the way we deal with digital media. The whole Internet became available in our pockets and we can now chat, read, watch or post when and wherever we want (Vorderer et al. 2016). As a consequence, we find ourselves in a state of permanent connectivity (Steinmaurer 2014).
As adolescents and their parents make manifold use of mobile devices this also has an impact on family life. Smartphones are not only widespread in European households (newzoo 2017), they are also strongly integrated into everyday family practices. Family members rely on mobile phones when communicating among each other (Feierabend et al. 2016). Yet, they also use mobile phones for temporary stepping out of family life by entering other spaces online. According to Knopf et al. (2015) this can have both positive and negative effects on family relationships.
Against this background, the paper addresses the role of smartphones in family life focusing on relationships between family members. It reconstructs, how different ways of dealing with smartphones influence the way family members relate to each other. To get deeper insights, we decided for an explorative qualitative study. Building on Paus-Hasebrink’s (2017) integrative-praxeological family research we conducted five case studies of families with adolescent children (12-15 years). We concentrated on families with intensive smartphones usage and made sure to consider different family sizes, educational backgrounds and degrees of urbanization. The fieldwork was carried out in Austria in spring 2018. It consisted of problem-centered interviews complemented by a short standardized questionnaire with both an adolescent and one of his parents. To sensibilize them for the role of smartphones in their family life we asked all family members to do not use their mobiles for family communication or in family situations for one day. Afterwards they reflected on their experiences by answering open questions in written form.
First results show that parents use smartphones to keep in touch with their children throughout the day. By doing so, both parents and children gain a feeling of safety and closeness which intensives their relationship. Surprisingly, none of the adolescents felt controlled by this. However, control is an issue when it comes to parents interventions in their children’s smartphone usage. When they look through their kids’ mobiles or strongly restrict their smartphone activities teenagers interpret this as a strong lack of trust. Conflicts also arise when adolescence use their smartphones while others are present. Parents often perceive this as disrespectful and negative for family communication. However, they themselves very much relay on their mobiles. All five families had troubles to find one single day when they felt they could handle family life without their smartphones.
As adolescents and their parents make manifold use of mobile devices this also has an impact on family life. Smartphones are not only widespread in European households (newzoo 2017), they are also strongly integrated into everyday family practices. Family members rely on mobile phones when communicating among each other (Feierabend et al. 2016). Yet, they also use mobile phones for temporary stepping out of family life by entering other spaces online. According to Knopf et al. (2015) this can have both positive and negative effects on family relationships.
Against this background, the paper addresses the role of smartphones in family life focusing on relationships between family members. It reconstructs, how different ways of dealing with smartphones influence the way family members relate to each other. To get deeper insights, we decided for an explorative qualitative study. Building on Paus-Hasebrink’s (2017) integrative-praxeological family research we conducted five case studies of families with adolescent children (12-15 years). We concentrated on families with intensive smartphones usage and made sure to consider different family sizes, educational backgrounds and degrees of urbanization. The fieldwork was carried out in Austria in spring 2018. It consisted of problem-centered interviews complemented by a short standardized questionnaire with both an adolescent and one of his parents. To sensibilize them for the role of smartphones in their family life we asked all family members to do not use their mobiles for family communication or in family situations for one day. Afterwards they reflected on their experiences by answering open questions in written form.
First results show that parents use smartphones to keep in touch with their children throughout the day. By doing so, both parents and children gain a feeling of safety and closeness which intensives their relationship. Surprisingly, none of the adolescents felt controlled by this. However, control is an issue when it comes to parents interventions in their children’s smartphone usage. When they look through their kids’ mobiles or strongly restrict their smartphone activities teenagers interpret this as a strong lack of trust. Conflicts also arise when adolescence use their smartphones while others are present. Parents often perceive this as disrespectful and negative for family communication. However, they themselves very much relay on their mobiles. All five families had troubles to find one single day when they felt they could handle family life without their smartphones.
Research Interests:
Junge Menschen wachsen heute in einer Welt auf, die von digitalen Medien stark durchdrungen ist. Viele sind vom Aufstehen bis zum Bett gehen via Smartphone ständig vernetzt. Egal ob Freizeit, Ausbildung oder Beruf – ihr Handeln verlagert... more
Junge Menschen wachsen heute in einer Welt auf, die von digitalen Medien stark durchdrungen ist. Viele sind vom Aufstehen bis zum Bett gehen via Smartphone ständig vernetzt. Egal ob Freizeit, Ausbildung oder Beruf – ihr Handeln verlagert sich zunehmend in die Onlinewelt. Dies hat nicht nur Einfluss auf ihren Alltag, sondern auch auf das gesellschaftliche Zusammenleben. Schulen stellt diese Entwicklung vor neue Herausforderungen. Sie sind gefordert, jungen Menschen einen verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Dieser Vortrag diskutiert mögliche Konsequenzen der fortschreitenden Digitalisierung für die Medienbildung und Medienkompetenzförderung . Neben einem adäquaten Medienumgang muss den SchülerInnen vor allem eine kritisch-reflektierte Mediennutzung und kreativ-gestalterische Medienpartizipation nähergebracht werden.
Research Interests:
The so called ‘communication problem’ of the EU has been widely discussed in the larger context of the democratic deficit of the EU. By now, there is a substantial body of academic work on this problem evaluating the European... more
The so called ‘communication problem’ of the EU has been widely discussed in the larger context of the democratic deficit of the EU. By now, there is a substantial body of academic work on this problem evaluating the European communication strategy, doing expert interviews with EU officials and journalists or analysing EU media representations. However, we know little about the way citizens deal with media information on European politics and why communication does not work properly from their point of view. Building on the qualitative data of a mixed-method study this paper gives first insides in the problems young citizens may face when trying to make sense of media coverage on European politics. An in-depth analysis of five selected cases exemplifies what kind of difficulties young Austrians (20-30 years) come across, what are possible reasons for these problems and how they may be overcome. The main findings point to the fact that, on the one hand, media do not fully meet the need for comprehensible, unbiased information and lively debates on EU issues that young adults perceive as relevant. On the other hand, difficulties in making sense of media coverage on the EU result from a lack of media literacy and basic political knowledge which in some cases can be solved by educational experiences.
Research Interests:
An Hand eines Forschungsprojekts zur Bedeutung medienvermittelter Erfahrungen für die Entwicklung von Orientierungen zur EU wird in diesem Vortrag eine Auswertungsstrategie zur systematischen Verbindung qualitativer und quantitativer... more
An Hand eines Forschungsprojekts zur Bedeutung medienvermittelter Erfahrungen für die Entwicklung von Orientierungen zur EU wird in diesem Vortrag eine Auswertungsstrategie zur systematischen Verbindung qualitativer und quantitativer Daten vorgestellt. Im Sinne des Konzepts der Triangulation nähert sich die vorgestellte Studie ihrem Untersuchungsgegenstand aus verschiedenen methodischen Perspektiven an. Im ersten Schritt wird eine standardisierte Online-Umfrage (n=274) durchgeführt, die Aussagen größerer Reichweite ermöglicht und die gezielte Auswahl der Probanden und Probandinnen für die nachfolgenden Interviews erleichtert. Den zweiten und zentralen Erhebungsschritt bilden 30 problemzentrierte Einzelinterviews. Auf der methodologischen Ebene folgt die Studie den Prinzipien qualitativer Sozialforschung, denen der gesamte Forschungsprozess untergeordnet ist. Das zweistufige Erhebungsverfahren liefert empirisches Material unterschiedlicher Natur und Reichweite, das in einem mehrstufigen Auswertungsverfahren sowohl auf der Ebene des Einzelfalls als auch auf der Ebene der Datensätze aufeinander bezogen wird. In Anlehnung an das thematische Codieren wird ein Kategoriensystem erarbeitet, das sich sowohl auf die Interviewtexte als auch die standardisierte Erhebung anwenden lässt und als Grundlage für die Erarbeitung detaillierter Personenprofile dient. Im Zuge der Erstellung dieser Profile kommt es zur Ausdifferenzierung und Dimensionierung der einzelnen Kategorien. Mit Hilfe einer fallübergreifenden Analyse, die durch Häufigkeitsauswertungen der Online-Umfrage ergänzt wird, lässt sich die Bandbreite an verschiedenen Spielarten identifizieren, Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten und eine Einschätzung über dominante bzw. weniger verbreitete Varianten geben. Um den Rahmenbedingungen erfahrungsbasierter Orientierungsbildung zur EU nachzugehen, werden die Einzelfälle einer interpretativen Analyse unterzogen. Ergänzt wird dies durch einen tabellarischen Fallvergleich sowie bivariate Analysen der Umfragedaten. Den letzten Schritt bildet eine qualitative Typenbildung auf Basis der 30 Personenprofile. Um die Stärken der jeweiligen Zugänge verbinden zu können, werden die Ergebnisse aller Auswertungsschritte entlang der zentralen Untersuchungskategorien zusammengeführt, mit Bezug aufeinander interpretiert und vor dem Hintergrund der theoretischen Ausgangslage zu einem Modell integriert. Durch diese systematische Verschränkung qualitativer und quantitativer Daten entsteht ein vielschichtiges Bild, das nicht nur das empirische sondern auch das theoretische Verständnis des Untersuchungsgegenstandes erweitert.
Research Interests:
As a result of ongoing European integration democracy in Europe has changed into a system of multilevel governance. More and more political decisions are taken at the European level which increasingly influences the life of Europeans.... more
As a result of ongoing European integration democracy in Europe has changed into a system of multilevel governance. More and more political decisions are taken at the European level which increasingly influences the life of Europeans. However, the EU is a project of elites that fails to take citizens on board, a fact that was been interpreted as a problem of insufficient communication. In this context media are of particular relevance. In contemporary societies which face various processes of mediatization media are highly important for the way citizens connect themselves to politics and engage in democracy. Against this background the paper will present results on how young adults encounter the EU in the media, if and why they engage or do not engage in media debates on European affairs and which forms of engagement or disengagement can be observed. As audience engagement is seen as a part of political engagement, other forms of engagement with the EU and politics e.g. in the context of school, work, family, friends, political groups or initiatives are also taken into account. All these practices are analysed in the context of daily life and lifewordly conditions they are embedded in. The data result from a PhD study based on the concept of triangulation (Flick 2008) combining qualitative and quantitative approaches. The core is an analysis of 30 problem-centered interviews with young Austrians (20-30 years) of different education, gender and profession conducted in rural as well as in urban areas in 2010. These interviews are complemented by a standardized online survey (n=274). The methodological approach and overall research logic of the project is based on the tradition of qualitative social science.
Research Interests:
As a result of the ongoing mediatization of contemporary societies media have become increasingly important for the way young people connect themselves to public life, form political opinions and participate in democracy. This is not... more
As a result of the ongoing mediatization of contemporary societies media have become increasingly important for the way young people connect themselves to public life, form political opinions and participate in democracy. This is not only true for the local, regional and national but also for the European level of politics which is continuously gaining power in the system of multi-level governance we live in. To be able to act as a citizen in this form of democracy young people in Europe face the task to develop positions towards actors, institutions and politics on various levels including the European. Although media are repeatedly mentioned as relevant for attitudes towards the EU there are only few studies explicitly exploring this relationship. In the tradition of media effects studies they analyse the impact of media coverage on adult’s attitudes to various aspects of European integration or politics. In my paper I will focus on how young people growing up in a democracy that goes beyond the nation state develop orientations towards the EU in the course of media experiences – a question that has so far been neglected. Referring to research on political culture orientations are conceptualized as multidimensional patterns including interest, emotions, knowledge and evaluations. Using theoretical approaches from psychology and pedagogy the formation of these orientations is seen as a developmental task in the period of adolescence – a task young people deal with in a learning process based on experiences. In this process different forms of daily experiences can have different functions and relevance. Against this background the paper presents empirical results on the contribution of media experiences with the EU for the formation of orientations towards the EU compared to firsthand experiences, interpersonal experiences and educational experiences. As today’s life is deeply interwoven with different kinds of media the focus is not on specific types of media content but on all sorts of media that confront young people with European polictis and integration. The empirical design of the study the data result from is based on the concept of triangulation combining qualitative and quantitative approaches. The core is an in-depth analysis of 30 individual interviews with Austrian young people (20-30 years) of different age, education, gender and profession conducted in rural as well as in urban areas between spring and summer 2010. These qualitative interviews are complemented by a standardised online survey (n=274) providing a broader picture on the topic. The methodological approach and overall research logic of the project is based on the tradition of qualitative social science aiming at exploring new perspectives rather than testing hypotheses.
Research Interests:
Der Vortrag stellt das Dissertation von Christina Ortner vor und widmet sich der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Medienhandlungsweisen österreichischer Jugendlicher und ihren Einstellungen zur EU . Ziel ist es, zu erklären wie... more
Der Vortrag stellt das Dissertation von Christina Ortner vor und widmet sich der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Medienhandlungsweisen österreichischer Jugendlicher und ihren Einstellungen zur EU
. Ziel ist es, zu erklären wie Medienrepertoires im Sinne übergreifender alltagsbezogener Muster des Medienhandelns von Jugendlichen in Beziehung zu ihren Einstellungen zur EU-Politik und deren Einfluss auf die Verfügbarkeit, Qualität und Sicherheit von Arbeitsplätzen stehen. Ausgangspunkt bildet das Subjekt mit seinen in soziale, gesellschaftliche und historische Zusammenhänge eingebetteten medialen Erfahrungen und ihrer subjektiven Bedeutung.
. Ziel ist es, zu erklären wie Medienrepertoires im Sinne übergreifender alltagsbezogener Muster des Medienhandelns von Jugendlichen in Beziehung zu ihren Einstellungen zur EU-Politik und deren Einfluss auf die Verfügbarkeit, Qualität und Sicherheit von Arbeitsplätzen stehen. Ausgangspunkt bildet das Subjekt mit seinen in soziale, gesellschaftliche und historische Zusammenhänge eingebetteten medialen Erfahrungen und ihrer subjektiven Bedeutung.
Research Interests:
Research Interests:
Research Interests:
Research Interests:
Salzburg, 2.-3.12.2005.
Research Interests:
München
Research Interests:
Research Interests:
Research Interests:
Dieser Bericht von Ingrid Paus-Hasebrink und Christina Ortner präsentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Perspektive der Rezipienten auf interaktives digitales Fernsehen. Dazu zählen in erster Linie ihre Kenntnisse,... more
Dieser Bericht von Ingrid Paus-Hasebrink und Christina Ortner präsentiert die Ergebnisse eines Forschungsprojekts zur Perspektive der Rezipienten auf interaktives digitales Fernsehen. Dazu zählen in erster Linie ihre Kenntnisse, Vorstellungen, Einstellungen und Wünsche, sowie speziell die Veränderung ihres Fernsehnutzungsverhaltens durch neue interaktive Angebotsformen. Um diese adäquat zu erfassen, wurde mit insgesamt neun Probanden ein mehrschrittiges Erhebungsverfahren durchgeführt, dem das Modell der Triangulation zugrunde liegt. In einem ersten Schritt konnten die Probanden in einem Forschungslabor interaktive Anwendungen nutzen; dabei wurde durch teilnehmende Beobachtung ihr Verhalten im direkten Umgang mit multimedialen und interaktiven Angeboten erfasst. In einem zweiten Erhebungsschritt kam die Methode des nachträglichen lauten Denkens zum Einsatz, mit deren Hilfe bewusste Anteile kognitiver Prozesse wie Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühle während der Nutzung der interaktiven Dienste erhoben wurden. Im dritten Schritt wurden die Teilnehmer vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen während der Nutzung in leitfadengestützten Einzelinterviews gezielt nach ihren Einstellungen, Vorstellungen, Wünschen und Handlungsmotiven im Zusammenhang mit interaktivem Fernsehen gefragt.
Research Interests:
Dieser Berichte von Ingrid Paus-Hasebrink, Eva Hammerer und Christina Ortner präsentiert die vollständigen Ergebnisse des Forschungsprojekts "Zur Implementierung von DVB-T in Österreich", das im Auftrag der RTR an der Universität Salzburg... more
Dieser Berichte von Ingrid Paus-Hasebrink, Eva Hammerer und Christina Ortner präsentiert die vollständigen Ergebnisse des Forschungsprojekts "Zur Implementierung von DVB-T in Österreich", das im Auftrag der RTR an der Universität Salzburg durchgeführt wurde. Es beschäftigt sich mit der Perspektive der österreichischen Bevölkerung auf die Digitalisierung der Fernsehübertragung.
